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Again what learned.


Ach Juni du hast gut getan!


Den Start machte das Südwind Straßenfest. Richtig viel los. Geile Stimmung. Den Juni mit einer Bandshow zu beginnen ein Traum.

Weiter ging es in Marquartstein (Bayern). X Alpes hieß die Veranstaltung. Die Vorband an diesem Tag war die Musikkapelle Marquartstein.

Mein Support an den Decks Dj T Rence Hill. Bayernbekannter Musikliebhaber, Plattendreher und Schriftsteller. Er kaufte mit seiner Frau regelmäßig in meiner damaligen Bäckerei ein. Daher kennen wir uns.

Der Gig viel terminlich auf die Woche, in der ich die Katzen meiner Exfreundin und meines Sohnes hütete. Diese waren verreist für eine Woche. Dankenswerterweise durfte ich dort für diese Zeit auch wohnen. Ich dachte mir, da ich sowieso drei Konzerte in Deutschland habe, wäre es logistisch sinnvoller auch im Chiemgau zu bleiben. Zudem sah ich die Woche, als eine Stadtauszeit an. Auch meinen Laptop hatte ich dabei. Ich war mega engagiert Office zu machen. Oder zu schreiben. Oder zu organisieren. Am Ende tat ich genau nichts davon. Stattdessen genoss ich die Tatsache eine Couch, einen 55 Zoll großen Fernseher und Kabelprogramm zu besitzen. Diese Dinge habe ich in Wien nicht. Zum einen, packt mein Geldbeutel die GIS (GEZ) nicht, zum anderen packt mein Geldbeutel keine Couch und einen 55 Zoll großen Fernseher. Zudem ist das TV Programm sowieso für´n Anus. Aber wenn ich nach Jahren mal wieder die Option auf sinnbefreites zappen habe, fletzend in Unterhosen, dann nütze ich die auch.

Die Familie kam wieder. Ich blieb noch zwei Tage und fuhr im Anschluss mit dem ersten Zug nach Stuttgart. Arbeiten am Studentenfestival. Für diese Dj Show habe ich mir Verstärkung aus Freiburg geholt. DJ B Phisto. Geiler Typ. Hat mega viel Spaß gemacht, mir mit ihm die Bühne zu teilen. Nach dem Konzert gingen wir noch gemeinsam essen und im Anschluss verkroch ich mich wieder ins Hostel.

Mega weird mit fremden in Hochbettzimmern zu schlafen. Daran konnte ich mich noch nie gewöhnen. Und – wer hätte es gedacht – einer der drei Mitinsassen schnarchte so laut, dass die Basswellen meine Ohropax durchdrangen. Schlaf mal ein, im Sägewerk.

Die Rückfahrt von Stuggi nach Wien war sehr deprimierend. Ich brauchte dreizehneinhalb Stunden. Böschungsbrände, System - und Gleisstörungen, eine defekte Tür und die Bahn. Das war die reinste Geduldsprobe. Zwei Tage in Wien ausruhen dann zum nächsten Streich nach Horn. „Rock die Weide“.

Der komplette Mitarbeiter:innen-Stab dieses Festivals ein Traum. Das liebevoll selbstgekochte Würstelgulasch ein Gedicht. Die Bühne, der Sound und die Location absolut stunning. Das Wetter an diesem Tag – super ungünstig. Man roch, dass es gleich losgehen würde. Hagel, Blitz und Platzregen zwangen den Veranstalter, das Ganze um 16:20 Uhr abzublasen. Rock die Weide hätten wir mit Band gespielt. Die Jungs waren noch in Wien. Ich fuhr Stunden früher mit dem Zug nach Horn. Die Band musste zwecks Instrumente mit dem Auto reisen. Als im 100 Kilometer entfernten Horn die Welt unterging, blieb Wien weitestgehend verschont. Und da sie noch nicht losfuhren, blieben sie einfach wo sie waren. Man sagte das Festival zwar ab, die Crew jedoch blieb vor Ort und versuchte das Beste aus der Lage zu machen. Ich wollte nicht gleich wieder in die Hauptstadt zurück, also fing ich an zu trinken und zu speisen. Nach einer Weile lichteten sich die Wolken. Man traute sich die Anlage wieder in Betrieb zu nehmen, damit wenigstens Mukke lief. Verständlicherweise hang immer noch die Enttäuschung ein wenig in der Luft. Nach zwei Bierchen lockerte sich meine Zunge und ich trat an einen der Verantwortlichen.

„Yo Plato – ich hätte meine Beats auf dem Handy. Soll ich ne kleine DJ Show machen?“

Gesagt, gescheitert. Es war uns nicht möglich mein Android Handy mit seinem Apfel zu verbinden. Hmmm – das klingt plausibel. Es hat aber dann doch noch funktioniert. Ich gab mein Smartphone dem Tontechniker und dieser stöpselte es an sein Mischpult. Das klappte ganz gut. Er musste ja auch nur Start und Stop drücken. Nach meiner Performance war ich wieder super happy. Ich sang zwar „nur“ vor 30 Leuten, diese waren jedoch so laut und dankbar als wären es 60 gewesen.

Mit dem letzten Zug um 22 Uhr fuhr ich zufrieden wieder nach Wien. Sechs Tage später war ich bereits wieder in Bayern.

Luegstock Festival.

Jungs, Mädels, alle außerhalb und dazwischen – dieses Festival ist richtig geil. So liebevoll organisiert und ins Kleinste durchdacht. Zudem ist die Location fast unschlagbar. Der DJ und ich haben uns super umsorgt gefühlt. Wir durften das Festival eröffnen. Dieses mal an den Turntables – Gill. Wenn ich mich mit Mitte fünfzig vorstelle, sehe ich ihn. Zumindest von seinem Wesen her. Ich lernte ihn vor einem Monat in Übersee an der Sundowner kennen. Ich erklärte ihm, dass ich für Luegstock noch keinen DJ habe und ob er Muse hätte einzuspringen.

Die im Verhältnis lange Zeit in Bayern, die ich im Juni verbracht habe, tat besser als erwartet.

Ich war sogar mit meiner Mama im Yoga. Mit einem tränendem Auge und juckender Haut (Katzenallergie) fuhr ich wieder zurück nach Wien. Was nahm ich aus diesem Monat für mich mit?


Punkt eins

Ich fand sehr großen Gefallen daran, für jeden Ort einen anderen DJ zu haben. Das macht die Show sehr spontan und unterhaltsam.

Punkt zwei

Ich kann nicht genug Zeit mit meinem Sohn verbringen.

Punkt drei

Ich liebe Bayern, trau mich im Freistaat aber nie den Song „The Criminal“ zu performen.

Punkt vier

Das TV Programm ist und bleibt belangloser Müll.

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